Mönchspfeffer bringt bei Zyklusbeschwerden Körper und Geist wieder in Balance.
Mönchspfeffer Die Heilpflanze gegen PMS-Beschwerden
Im Altertum wurde Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) als pfeffriges Gewürz verwendet und galt als lustmindernd. Daher auch die Bezeichnung Keuschlamm. Heute ist Mönchspfeffer eine der wichtigsten Arzneipflanzen in der Frauenheilkunde. Besondere Bedeutung kommt ihm beim prämenstruelle Syndrom (PMS) und der Linderung der damit verbundenen Symptomen wie Kopfschmerzen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Unterleibsbeschwerden und Stimmungsschwankungen zu. Er wird aber auch bei unregelmäßigen Zyklen oder einer schmerzhaften Regelblutung eingesetzt.
In der modernen Phytotherapie werden Extrakte getrockneter Mönchspfefferfrüchte verwendet. Für die Behandlung von PMS ist dabei die Dosierung des Mönchspfefferextraktes entscheidend.
Worüber wir sprechen wollen
Auf einen Blick Was sind die Eigenschaften von Mönchspfefferfrüchten?

Mönchspfeffer enthält verschiedene Stoffe, unter anderem ätherische Öle, Flavonoide, Diterpene und Iridoidglykoside. Durch wissenschaftliche Untersuchungen1 konnte belegt werden, dass Mönchspfeffer
- den Prolaktinspiegel senkt und den Zyklus harmonisiert
- entzündungshemmende Eigenschaften hat
- schmerzstillend,
- krampflösend
- und dabei sehr gut verträglich ist.
Zudem gibt es Hinweise, dass Inhaltstoffe im Mönchspfeffer an Östrogenrezeptoren binden und somit einen hormonähnlichen Effekt vermitteln können. Auch Endorphin-ähnliche Effekte werden diskutiert. Endorphine sind körpereigene Botenstoffe, die unser Schmerz- und Wohlempfinden beeinflussen.
Wie wirkt Mönchspfeffer bei PMS?
Der Wirkmechanismus von Mönchspfeffer ist noch nicht vollständig geklärt. Auch was zu PMS führt, ist im Detail nicht geklärt. Man geht davon aus, dass unter anderem ein erhöhter Prolaktinspiegel für die Symptome des PMS verantwortlich ist.
Prolaktin ist ein wichtiges Hormon, das vor allem für die Entwicklung der Brustdrüsen und die Milchbildung zuständig ist.
- In der Schwangerschaft und Stillzeit ist ein erhöhter Prolaktinwert völlig normal – der Körper bereitet sich damit auf die Milchproduktion vor. Gleichzeitig unterdrückt Prolaktin den Zyklus und verhindert eine neue Eizellreifung und Einnistung, da ja bereits eine Schwangerschaft besteht.
- Außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit können dauerhaft hohe Prolaktinwerte dagegen Probleme machen: Sie führen oft zu Zyklusstörungen und können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Die Ausschüttung von Prolaktin wird durch den körpereigenen Botenstoff Dopamin reguliert. Mönchspfeffer wirkt ähnlich wie Dopamin und senkt die Ausschüttung von Prolaktin. Dadurch wird das hormonelle Gleichgewicht wieder hergestellt und das Zyklusgeschehen harmonisiert. Damit verbunden werden PMS-Symptome wie Kopfschmerzen, Brustspannen und Stimmungsschwankungen gelindert.
Wissenschaftlich belegte Wirksamkeit bei PMS
Extrakte aus Mönchspfefferfrüchten sind in der gynäkologischen Praxis für die Linderung von wiederkehrenden Beschwerden in der zweiten Zyklushälfte etabliert. Dabei ist es wichtig auf die Dosierung des Extraktes zu achten. 20 mg Mönchspfefferfrüchteextrakt können effektiv körperliche und psychische PMS-Beschwerden lindern.3 Das wurde in einer klinischen placebokontrollierten Studie mit 170 Frauen mit PMS belegt.3 Typische PMS-Beschwerden wie Kopfschmerzen, Brustspannen, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen wurden signifikant gelindert.
Phytopharmaka (pflanzliches Arzneimittel) mit 4 mg Mönchspfefferfrüchteextrakt können nur für die Linderung leichter PMS-Beschwerden sorgen.1
Im Gegensatz zu pflanzlichen Arzneimitteln enthalten Nahrungsergänzungsmittel keine standardisierten und wissenschaftlich untersuchten Mönchspfefferfrüchteextrakte. Zudem fehlen bei diesen Untersuchungen zur Wirksamkeit und Sicherheit bei PMS.
* 20 mg Vitex agnus-castus Ze440
1 Assessment report on Vitex agnus-castus L., fructus , EMA/HMPC/606741/2018. 2018.
2 Schellenberg, R., et al., Dose-dependent efficacy of the Vitex agnus castus extract Ze 440 in patients suffering from premenstrual syndrome. Phytomedicine, 2012. 19(14): p. 1325-31.
3 Schellenberg, R., Treatment for the premenstrual syndrome with agnus castus fruit extract: prospective, randomised, placebo controlled study. BMJ, 2001. 322: p. 134-7






